Steuern

Steuerprognosen

Die Steuern sind die wichtigsten Einnahmen des Staates. Sie sind konjunkturabhängig und müssen für das Budget und die Finanzplanung geschätzt werden. Der Kanton Zürich hat mit seinen Steuerprognosen in den letzten Jahrzehnten eine hohe Genauigkeit erreicht.

Von 1982 bis 2010 betrug die Abweichung im Durchschnitt nur 4,5 Prozent. Und in den Jahren 2007 bis 2009 belief sich die Abweichung nur gerade auf 1,19 Prozent. Damit waren die Prognosen des Kantons Zürich hinter jenen des Jura die zweitgenauesten. Der Kanton Zürich hat auch bei der Auswertung des Lausanner Hochschulinstituts Idheap mehrmals Spitzennoten erhalten.

2010 hingegen übertrafen die Steuereingänge die Prognose um rund 800 Millionen Franken. Aus diesem Grund hat Finanzdirektorin Dr. Ursula Gut-Winterberger ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, das die Methode der Prognostizierung überprüfen sollte.

Der Auftrag ging an den Ökonomen Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger. Er attestierte in seinem im November 2010 vorgestellten Gutachten der Finanzdirektion, dass sie bei der Prognostizierung einen hohen Aufwand betreibe, dass die Methode stimme und dass keine systematische Unter- oder Überschätzung vorliege.

Die Abweichung führte der Gutachter darauf zurück, dass die Budgetierung just in der Konjunktur-Talsohle von 2009 erfolgen musste. Er machte der Finanzdirektion aber auch Empfehlungen, wie die Genauigkeit erhöht werden kann. Dazu zählen eine detailliertere Berücksichtigung des starken Bevölkerungswachstums im Kanton Zürich und genauere Abklärungen bei den Steuernachträgen.