Steuern

Steuerbelastungsmonitor

Zürcher Steuerbelastungsmonitor 2016

Eines der Legislaturziele des Regierungsrates ist es, die Position des Kantons Zürich im interkantonalen und internationalen Steuerwettbewerb zu erhalten. Dazu betreibt die Finanzdirektion ein jährliches Monitoring, das aufzeigt, wo der Kanton Zürich im Vergleich steht und welche Anpassungen in der Steuergesetzgebung sich aufdrängen.

Der Steuerbelastungsmonitor von BAK Basel Economics hat seit seiner ersten Ausgabe gezeigt, dass der Kanton Zürich bei den mittleren und hohen Einkommen und Vermögen im Vergleich mit anderen Kantonen sehr gut abschneidet und zu den günstigsten gehört, bei den sehr hohen Einkommen und Vermögen hingegen eine vergleichsweise hohe Steuerbelastung aufweist. Bei den juristischen Personen (Unternehmen) hat der Kanton Zürich im Kantonsvergleich seit 2006, wie bei den natürlichen Personen, ebenfalls an Boden verloren; er hat im westeuropäischen Vergleich aber weiterhin eine Spitzenposition inne hat.

Damit sich die Situation des Kantons Zürich verbessert, hat der Regierungsrat dem Kantonsrat eine Revision des Steuergesetzes unterbreitet (Steuerpaket), das dieser befürwortet hat. Das Zürcher Stimmvolk hat die Referendumsvorlage am 15. Mai 2011 jedoch knapp abgelehnt. Das Steuerpaket sah eine Entlastung der tiefsten Einkommen, der Familien mit Kindern sowie der höchsten Einkommen und Vermögen vor.

Eine Massnahme aus diesem Paket hat der Regierungsrat auf das Jahr 2012 hin in seiner eigenen gesetzlichen Kompetenz umsetzen können: Er hat die Kalte Progression (aufgelaufene Teuerung) bei den Steuertarifen und den Abzügen ausgeglichen. Dieser Ausgleich hat dazu geführt, dass der Kanton Zürich beim Gesamtindex für das Jahr 2012 von BAK Basel Economics sechs Plätze gutgemacht und im Steuerbelastungsmonitor 2013 wieder auf den 10. Platz vorgerückt ist. Spürbar profitiert haben vom Ausgleich der Kalten Progression nahezu alle Einkommensgruppen, am stärksten der Mittelstand sowie verheiratete Steuerpflichtige mit Kindern.

Diesen zehnten Rang hat der Kanton Zürich in den Steuerbelastungsmonitoren 2014, 2015 und 2016 behauptet und gefestigt. Die Durchschnittsbelastung bei den Einkommenssteuern hat er dabei nach mehreren Jahren erstmals wieder deutlich unter den nationalen Durchschnitt drücken können.