Steuern

Elektronische Steuererklärung

Plakatserie Online-Steuererklärung
Mit einer Plakatserie machte das Steueramt Anfang 2013 auf die Vorteile der Online-Steuererklärung aufmerksam, hier im Durchgang am Walcheplatz in Zürich.

In sieben Pilotgemeinden konnte die Steuererklärung im Jahr 2012 erstmals über das Internet eingereicht werden. Es waren dies Zürich, Winterthur, Uster, Dietikon, Wädenswil, Embrach und Langnau am Albis. Da der Pilotbetrieb erfolgreich verlaufen ist, hat die Finanzdirektion die elektronische Steuererklärung im Jahr 2013 für den ganzen Kanton Zürich eingeführt. Gleichzeitig hat Zürich als erster Kanton der Schweiz eine Steuererklärung light für steuerlich einfache Fälle lanciert, die auch auf Tablets wie einem iPad ausgefüllt werden kann - und zwar innerhalb von wenigen Minuten.

Meilenstein für E-Government

"Damit wird es für die Bevölkerung noch einfacher, die Steuererklärung auszufüllen", sagte Finanzdirektorin Dr. Ursula Gut-Winterberger bei der Präsentation des Projektes. Die elektronische Steuererklärung sei "ein Meilenstein in der E-Government-Strategie des Regierungsrates" und entspreche einem Legislaturziel.

Der Kanton Zürich und seine Gemeinden bieten der Bevölkerung im nationalen Vergleich schon heute eine überdurchschnittlich grosse Vielfalt an elektronischen Angeboten. Ziel sei es aber, "diese führende Position nicht nur zu halten, sondern auszubauen", sagte die Finanzdirektorin. Ein weiteres Projekt ist die Option, dass Steuerpflichtige, die e-Banking betreiben, die Rechnung für die Staats- und Gemeindesteuer elektronisch erhalten und begleichen können. Für die so genannte e-Rechnung hat die Finanzdirektion im Sommer 2013 die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Das Projekt der Online-Steuererklärung ist mit dem Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich abgesprochen. Die Steuerpflichtigen haben die Gewähr, dass ihre Daten von den Steuerbehörden erst eingesehen werden können, wenn sie die Freigabequittung ausdrucken und einschicken. Auch die während der Eingabe allenfalls vorgenommenen Änderungen können damit von den Steuerbehörden nicht eingesehen werden.

Dies gilt auch für das innovative Projekt der Steuererklärung light. Diese richtet sich speziell auch an jugendliche Steuerpflichtige, denen der Umgang mit Tablets vertraut ist und die in einfachen steuerlichen Verhältnissen leben, also angestellt sind, keine Kinder haben, nicht verheiratet sind sowie keine Liegenschaften und keine Wertschriften besitzen. Diese Möglichkeit kann ebenfalls seit 2013 genutzt werden.

Schon jede 9. Steuererklärung online

Im ersten Jahr der flächendeckenden Ausbreitung der Online-Steuererklärungen (2013) haben bereits 8,8 Prozent der Steuerpflichtigen dieses Angebot genutzt. Im zweiten Jahr, bis Ende Mai 2014, betrug der Anteil bereits 11,5 Prozent - was einer Zunahme von fast einem Drittel entsprach. Damit wurde etwa jede neunte Steuererklärung online eingereicht. Die Finanzdirektion wertet das als Beleg dafür, dass die Online-Steuererklärung einem Bedürfnis eines beträchtlichen und wachsenden Bevölkerungsteils entspricht, weil sie das Ausfüllen der Formulare spürbar erleichtert und den Papierverkehr erheblich reduziert. Gleichzeitig ist die Zahl der Software-Downloads für die seit längerem bestehende Lösung Private Tax noch weiter gestigen.